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    <title>Alexander Merz - Lebenserfahrung</title>
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    <pubDate>Mon, 26 Jan 2009 09:00:00 GMT</pubDate>

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    <title>Mikrowellen-Erfahrungen</title>
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            <category>Lebenserfahrung</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Alexander Merz)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Vor zwei Jahren steckte ich die Grill-Mikrowelle meiner Eltern in Brand - unfreiwillig. Ich wollte nebenbei ein paar dickere Brotscheiben ein wenig antoasten. Also flott Grill und Zeit eingestellt und wieder ins Nebenzimmer. Ich komme fünf Minuten später in die Küche und sehe, wie Rauch aus der Mikrowelle hervortritt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Halb tastend arbeite ich mich zur Mikrowelle vor. Die Zeit ist längst abgelaufen und die Mikrowelle aus. Mit einer gehörigen Portion Kraft reiße ich die Tür auf. Das Plastik der Tür verschmolz mit dem Gehäuse und zieht Fäden, während ich die Tür weiter öffne. Beißender Rauch quillt mir entgegen. Langsam kann ich die verkohlten Reste der Brotscheiben erkennen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Ursache war einfach: statt nur Grill hatte ich am Drehgriff die Kombi aus Mikrowelle und Grill aktiviert. Während der Grill die Scheiben von außen austrocknete, heizte die Mirkowellen das Innere auf. Ein netter Schwellbrand war die Folge.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Warum ich das erzähle? Letzten Freitag passierte es erneut. Diesmal allerdings mit meiner eigenen Mikrowelle und einem Brötchen. Das brachte nochmals interessante Erkenntnisse.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aus der damaligen Erfahrung hab ich gelernt. Beim Kauf meiner jetzigen Mikrowelle habe ich wohlweislich auf räumlich von einander getrennte und klar gekennzeichnete Tasten für die Funktionen geachtet.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich lege das Brötchen hinein, drücke die Grill-Taste, drehe die Zeit auf 3 Minuten. Alles läuft perfekt. Abgesehen davon, dass das Brötchen nach 3 Minuten noch nicht ganz im gewünschten Zustand war. Also noch mal 2 Minuten zu gegeben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Glücklicherweise habe ich die Mikrowelle von meiner Büroecke aus im Blick. Qualm. Ich sprinte zur Mikrowelle und drücke auf Stop. Geistig sah ich mich schon wieder beim Kauf einer neuen Mikrowelle. Aber es war wirklich nur Qualm. Kein geschmolzenes Plastik, das Brötchen hatte nur eine schwarz verkohlte Stelle und sah durchaus noch essbar aus.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ich nehme das Brötchen heraus und lege es auf den Küchentisch. Und faszinierenderweise qualmt es weiter. Die verkohlte Stelle befindet sich um einen kleinen Riß, aus dem der Qualm heraus kommt. Anscheinend glimmt es im Inneren des Brötchens. Vorsorglich lasse ich Wasser in die Spüle und lege das Brötchen ins Wasser. Jetzt qualmt es nicht mehr, aber kleine Luftblässchen blubbern aus dem Riß nach oben. Nach einer Minute wird mir die Sache zu unheimlich, und ich greife zum Brotmesser. Ein Schnitt mitten durch, während ich das Brötchen weiter unter Wasser halte. Überraschung: innen ist das Brötchen komplett schwarz.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die schwarzen Überreste lösen sich auf und bilden ein hübsches Muster im Wasser.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Fehler diesmal: Beim zweiten Anschalten vergaß ich die Grill-Taste drücken und so lief die Mikrowelle an.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
So lautet das Fazit: Egal ob Drehschalter oder Taster - eine idiotensicherer Bedienvariante gibt es nicht. Nur die Erkenntnis, das Kombigeräte recht gefährlich sind.
&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 26 Jan 2009 10:00:00 +0100</pubDate>
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