CAPTCHAs sind eine tolle Erfindung.
Es ein prima Test für Geeks: Wer dieses Wort richtig und ohne nach zu schauen richtig schreiben kann, hängt zu viel im Netz rum.
Daneben eignen sie sich prima zum Spamschutz. Um so mehr verwirrte mich ein Beitrag auf Gruenderzene.de. Statt der klassischen, gerade so leserlichen Zahlen, Buchstaben und Rechenaufgaben wird Werbung eingeblendet. Und aus dieser Werbung muss man dann den Hersteller, Produktnamen oder Preis ermitteln und angeben.
Mein erster Gedanke dazu war: Liegen die Zielsetzung bei der grafischen Gestaltung von Werbung und eines CAPTCHAs nicht meilenweit von einander entfernt? Soll der Preis und der Name nicht sofort erkennbar sein, während ein CAPTCHA praktisch an der Grenze des Erkennbaren liegt?
Also ab zur Webseite von CaptchaAd und das Ganze mal live angeschaut. Resultat: WTF? Keine Grafik - sondern Flash. Man klickt drauf, dann wird ein "Werbespot" eingeblendet, muss dazu eine Frage lesen, schaut den Werbespot noch mal, eventuell ein drittes Mal, weil der Text zu schnell scrollt und dann kann man endlich los legen.
Grafiken für CAPTCHAs können schon grenzwertig sein - Stichwort Internet auf dem Handy - Flash macht die Sache nicht besser und legt die technische Hürde für den Nutzer höher.
Einziges Pro für ein flash-basiertes CAPTCHA ist die Chance ohne zusätzlichen technischen Aufwand für sehbehinderte Nutzer eine akustische Alternative einzubauen. Das beherrscht Flash frei Haus. Nur bezweifle ich, dass die meisten Werbenden diese Möglichkeit auch nutzen werden, beziehungsweise wenn doch, dann um Werbejingles abzuspielen.
Abgesehen vom technischen Aspekt, wer will eigentlich Werbung nutzen, um Werbung abzuhalten, sieht man von den üblichen Verdächtigen ab?