In einer Web-Oberfläche gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, einen Benutzer auf eine fehlerhafte Eingabe hinzuweisen: Durch farbliche Hervorhebung der Eingabe und durch eine entsprechende Anmerkung am Eingabe-Element.
Für eine typische Login-Registrierung oder eher selten genutzte Formulare ist dieser Weg auch ideal - anders sieht es aber häufig verwendeten Webanwendungen aus. In einem täglich genutzten CMS nerven die ewig gleichen Hinweise schnell. Vor allem, wenn der Anwender schon im Vorfeld weiß, dass seine Eingabe im Moment nicht korrekt ist.
Noch interessanter wird es, wenn es sowohl harte als auch weiche Kriterien für einen Eingabefeld gibt. Die Länge der Überschrift eines Artikels ist ein typisches Beispiel: Das entsprechende Feld in der Datenbank hat eine maximale Länge - es ist das harte Kriterium. Zumeist gibt es aber auch ein redaktionelles oder layout-bedingtes Limit, um umbrochene Überschriften zu vermeiden - ein weiches Kriterium. "Weich" weil davon abgewichen werden kann, wenn die Umstände es erfordern.
In den letzten Jahren stelle ich immer wieder eine fürchterliche Tendenz fest: Ich werde bürgerlich-konservativ. Nicht dieses gartenzwerg-hinterm-zaun-kleinbürger-konservativ, eher ein ruhig-bedächtig-keine-revolution-bitte-konservativ. Nichtsdestotrotz habe ich immer wieder Momente, in denen sich mein größtes Angstszenario aus dem Unterbewusstsein emporsteigt: In zehn Jahren möglicherweise CDU/CSU zu wählen, und es den nachfolgenden Generationen nicht einmal mit Altersdemenz begründen zu können.
Heute früh hatte ich wieder so ein Moment. Ein Flyer für eine Demo. Natürlich Web 2.0-like per MySpace-Bulletin.
In the past few months, thousands of you posted questions in our API forum, many for the very first time in your lives, because you believed that your voice could make a difference. You know that the YouTube API can change, and you've asked if we can change it by adding new features and fixing bugs. Yes we can.PS: "Yes we can" würde auch einen prima Titel für einen Porno abgeben. Hat jemand schon etwas in die Richtung gesichtet?
Normalerweise sind die Nutzer des Golem.de-Forums recht kalkulierbar. Erwähne Google im Artikel und es ist nur eine Sache von Minuten bis der erste Beitrag auftaucht, dass Google ganz evil ist und die Weltherrschaft übernehmen will. Ein anderes Hype-Thema ist aktuell SecuRom. Besprech ein Spiel und auch hier taucht sofort binnen Minuten Tiraden gegen SecuRom - vermutlich würde das sogar im Forum angesprochen, wenn es sich um ein Freeware-Spiel handeln würde. Müsste man direkt mal testen.
Um so überraschter war ich über die Forenbeiträge zum BeoSound 5-Artikel. Dabei bietet doch schon der erste Satz im eigentlichen Text unheimliches Troll-Potenzial:
… Die Bedienung erfolgt über ein großes Aluminiumrad, das direkt neben einem 10,4 Zoll großen Display …Das Konzept ist doch eine unmittelbare Adaption des Ergo-Commanders von BMW. Aber im Forum ist keiner darauf angesprungen, das gibt irgendwie zu denken.
So halb gerade eben ist designenlassen.de an den Start gegangen. Was zuerst klingt nach einem Wortwitz Marke "Lasse Rinström" oder "Lasmiranda Densiwillja", ist eine Vermittlungsplattform für kleine Gestaltungsaufgaben.
Die Sache ist schnell erklärt: Ein Auftraggeber stellt einen Auftrag ein, zum Beispiel möchte er ein neues Logo, schildert seine eigene Gedanken dazu und benennt schließlich einen Festpreis und die Dauer der Ausschreibung. Der Designer findet die Ausschreibung, macht seinen Entwurf, lädt ihn hoch und hofft zu gewinnen. Der Auftraggeber schaut sich nun die eingetroffenen Entwürfe an, wählt einen aus, diskutiert mit dem Gewinner womöglich noch ein paar Details und überweist schließlich den Festpreis auf das Konto des Glücklichen.
Nun ist das Problem an der Sache: Da draußen gibt es mittlerweile so viele selbsternannte Grafikdesigner wie selbsternannte Fußball-Experten zur WM 08. Ihre Qualifikation besteht häufig darin, die illegale Kopie von Photoshop erfolgreich aus dem Netz gezogen zu haben und das Auswahl- vom Pinselwerkzeug unterscheiden zu können.
Andererseits trifft das auch auf so manche lokale Werbeagentur zu, die sich vom diesen Typ nur in sofern unterscheidet, dass sie von Bank Kredite für den Schneidplotter und A3-Drucker bekommen haben.
Eine schöne Anekdote hörte ich heute im Radio: Der Sohn eines Deutschlandradio-Redakteurs schrieb sich in die Newsletter-Liste für Obama-Unterstützer ein, während Obama in Berlin weilte. Am Ende des Wahltages schließlich, kurz bevor Obama zur seiner Siegesrede antrat, erhielt der Sohn eine Email. Die Email lautet sinngemäß "Hallo, hier ist Obama, ich muss gleich meine Rede halten. Aber ich wollte dir vorher noch schnell danken, denn deine Stimme war die Entscheidende".
Es handelte sich um ein Massenmailing, keine Frage. Sie war für den Empfänger etwas witzlos, weil Deutsche bei dieser Wahl nicht abstimmen konnten. Aber über etwas anderes sollte man sich Gedanken machen: Diese Email funktioniert nur mit genauem Timing. Und wann das Timing richtig ist, darüber konnte man nur Mutmaßungen anstellen. Dass der Gewinn der Wahl um 23 Uhr klar sein würde, dafür gab es keine Garantien. Die Zeitdauer, in welcher die Emails verschickt werden konnten, liess sich auch nur in Grenzen steuern - es ist nur bedingt vorstellbar, dass der Beginn der Rede wegen der Emails verzögert werden kann. Letztlich betrug das Zeitfenster ca. 45 Minuten.
Mit diesem Eintrag beginne ich eine kleine Serie über Sehenswürdigkeiten, die man in Chemnitz gesehen haben muss - und wenn Sie nur mal mit dem Auto daran vorbei fahren. Manche Dinge finden Sie unverständlicherweise in keinem Reiseführer oder in den Darstellungen des Fremdenbüros. Andere Dinge stehen zwar darin, lassen aber genau die Informationen vermissen, welche den Kenner vom Touristen unterscheiden.
Ich habe gehadert, ob ich tatsächlich mit IHM anfange. Aber die aktuelle Weltlage lässt es eigentlich nicht anders zu - sie bietet nämlich einen schönen Artikel-Abgang über Chemnitz an sich. Dazu aber eben mehr am Ende.
Sei gegrüßt,
ich muss dich nochmal wegen meines Myspace Profils nerven. Da mich nun das Fieber gepackt hat, viel selbst zu machen und von den vorgefertigten Layouts Abstand zu nehmen, tauchen natürlich für einen Laie wie mich einige Probleme auf. Ich weiß zum Beispiel nicht, da ich nun die Basis erstellt habe, wie ich die "Info -Kästen" schmaler bekomme. Außerdem habe ich schon einen Contact Table gebastelt, den es aber nicht anzeigt, wenn ich den Code einfüge. Hm, wenn es sich kurz erklären lässt, wäre ich froh, wenn du mir helfen könntest...Ansonsten kennst du vielleicht eine Internetseite, auf der man das nachlesen könnte?
Na dann, danke schonmal und viele Grüße![]()
Ok, also zuerst die schlechte Nachricht: Eine Seite, die dir die Bearbeitung von MySpace-Seiten erklärt, gibt es nicht wirklich. Einerseits weil dazu eine ganze Reihe von Know-How notwendig ist, andererseits weil die optische Bearbeitung von MS-Seiten ursprünglich ein Bug war, der irgendwann zum Feature erklärt wurde.
Die gute Nachricht: Mit ein wenig Leidensfähigkeit und Willen zum Experimentieren bekommt man trotzdem vernünftige Resultate.
Graue Haare zuhauf gab es heute im Büro. Die Aufgabe an sich klingt einfach: Eine halb-strukturierte Text-Datei wird im Browser hochgeladen, geparst und die Daten der Datei werden in einer Datenstruktur wieder zurückgeliefert. Klingt erst einmal trivial.
Der Datei-Upload und die Antwort des Server muss allerdings über AJAX laufen. Die Datenstruktur wird per JSON kodiert vom Server an den Client zurückgeschickt. Als Javascript-Bibliothek kommt YUI zum Einsatz. Auf letzteren Punkt sollte man allerdings nicht die Schuld schieben, das Problem dürfte durchaus auch mit anderen Bibliotheken und Eigenimplementierungen auftreten.
CAPTCHAs sind eine tolle Erfindung. Es ein prima Test für Geeks: Wer dieses Wort richtig und ohne nach zu schauen richtig schreiben kann, hängt zu viel im Netz rum.
Daneben eignen sie sich prima zum Spamschutz. Um so mehr verwirrte mich ein Beitrag auf Gruenderzene.de. Statt der klassischen, gerade so leserlichen Zahlen, Buchstaben und Rechenaufgaben wird Werbung eingeblendet. Und aus dieser Werbung muss man dann den Hersteller, Produktnamen oder Preis ermitteln und angeben.
Mein erster Gedanke dazu war: Liegen die Zielsetzung bei der grafischen Gestaltung von Werbung und eines CAPTCHAs nicht meilenweit von einander entfernt? Soll der Preis und der Name nicht sofort erkennbar sein, während ein CAPTCHA praktisch an der Grenze des Erkennbaren liegt?
Also ab zur Webseite von CaptchaAd und das Ganze mal live angeschaut. Resultat: WTF? Keine Grafik - sondern Flash. Man klickt drauf, dann wird ein "Werbespot" eingeblendet, muss dazu eine Frage lesen, schaut den Werbespot noch mal, eventuell ein drittes Mal, weil der Text zu schnell scrollt und dann kann man endlich los legen.
Grafiken für CAPTCHAs können schon grenzwertig sein - Stichwort Internet auf dem Handy - Flash macht die Sache nicht besser und legt die technische Hürde für den Nutzer höher.
Einziges Pro für ein flash-basiertes CAPTCHA ist die Chance ohne zusätzlichen technischen Aufwand für sehbehinderte Nutzer eine akustische Alternative einzubauen. Das beherrscht Flash frei Haus. Nur bezweifle ich, dass die meisten Werbenden diese Möglichkeit auch nutzen werden, beziehungsweise wenn doch, dann um Werbejingles abzuspielen.
Abgesehen vom technischen Aspekt, wer will eigentlich Werbung nutzen, um Werbung abzuhalten, sieht man von den üblichen Verdächtigen ab?
Es ist nicht mehr lang hin, bis die ersten Wahlurnen in den USA ausgezählt werden. Es kann also bereits fröhlich spekuliert werden, welche US-Webseite als Folge des Besucheransturms nicht mehr erreichbar ist.
Jens tippt auf Twitter - Absturz in der ersten Minute des Beginns.
Ansonsten stehen noch cnn.com und nytimes.com hoch im Kurs, und es wird natürlich interessant wie sich spiegel.de schlägt.
Robert Basic beschrieb heute, dass er über Xing eine Nachricht bekam, die er nicht beantworten konnte.
Jeder kann bei Xing einstellen, von wem er Nachrichten empfangen kann - nur direkte Kontakte, bis 2. Grades etc. Sinn der Sache ist es, Spam zu minimieren, Spam im weitesten Sinne des Wortes.
Nehmen wir jetzt folgende Situation: Meine Einstellung besagen, dass ich nur Nachrichten von direkten Kontakten akzeptiere, Robert hingegen auch von Kontakten 2. Grades. Ich will Robert eine Nachricht schreiben.
Der Artikel bei Golem.de über die automatische Übersetzung von Untertiteln in Videos enthält einen Kommentar mit einer schönen Frage:
Die Untertitel werden IN dem Briefmarkenformat angezeigt? Warum denn?
Ja, warum denn? Die einfache Antwort wäre natürlich, weil das Fensters des Flash-Players so unendlich klein ist und darin enthaltener Text noch unendlich kleiner erscheinen muss.
Nur warum muss der Text innerhalb des Flashplayers erscheinen? Warum wird der Text nicht über ein wenig Javascript mit HTML unter/oberhalb des Flashplayer dargestellt? Dann könnten man auch mit den einschlägigen Möglichkeiten den Text beliebig vergrößern und verkleinern.
Dazu passt die heutige Veröffentlichung der EU-Kommission: Vorraussichtlich keinerlei Wachstum des Brutto-Inlands-Produktes (BIP) für Deutschland 2009.
Was dazu nicht passt: Die IG Metall kündigt Warnstreiks an in der Metall- und Elektroindustrie. Und ausgerechnet bei Audi, einem Automobilbauer, wird damit angefangen. Das Ziel sind 8% mehr Lohn.
Wie passt das zusammen? Kurzarbeit wirft immer ein schlechtes Licht auf ein Unternehmen. Streiks hingegen werden nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen. Aus Unternehmenssicht sind die Folgen identisch: die Produktion steht, kein Lohn geht an die Belegschaft. Beim Streik allerdings erhalten die Angestellten trotzdem Geld von der Gewerkschaft, und profiliert sich wieder mal. So seltsam es klingt: aktuell ist ein Streik eine Win-Win-Situation für Unternehmer und Gewerkschaften.
Ja, seltsame Interpretation, ich weiß.
Ports of Call gehört zu den Spiele-Klassikern der 90er. Wer immer noch stundenlang Schiffen dabei zuschauen kann, wie sie über die Weltmeere schippern, kann das auf MarineTraffic.com tun.
Das GoogleMaps-Mashup stellt reale Schiffsbewegungen dar. Die Daten dazu liefern die Schiffe selbst: Jedes Schiff ab einer bestimmten Größe muss mittlerweile mit einem GPS-Empfänger ausgerüstet sein, dass regelmäßig Positions- und Geschwindigkeitsdaten per offenen Funk abstrahlt.
Andere Schiffe wissen daher sofort, was da ihren Weg kreuzt und sind nicht mehr so extrem auf die Interpretation des Radars angewiesen. Aber auch an Land sind die Funksignale zu empfangen.
Und genau das machen die Mädels und Jungs der griechischen Universität Aegean. Sie werten die Signale aus und stellen Sie per GoogleMaps dar. Damit die Idee aber tatsächlich auch weltweit funktioniert, reicht eine Empfängerstation nicht aus. Deshalb kann sich jeder, der über die entsprechende Empfangstechnik verfügt selbst die Daten an die Webseite schicken.
Damit aber nicht genug, neben den bekannten GoogleMaps-Ansichten gibt es auch eine Seekarten-Darstellung und für fast jedes Schiff eine Infobox, in einigen Fällen sogar inklusive Bild des Schiffes. Eigentlich fehlt jetzt nur noch der Routenplaner für den nächsten Segeltörn.