Update: Das Auto wurde komplett freigeschaufelt. 17 Stunden später:
Man muss Chemnitz zu Gute halten, dass es durchaus nicht mit Kunst im öffentlichen Raum spart. Da haben wir auf der einen Seite zumeist privat organisierte Kunstaktionen, die das Stadtbild bunter machen und selten länger als ein halbes Jahr zu sehen sind, wegen Vandalismus einerseits und unerbittlichen Stadtbehörden andererseits. Dem gegenüber stehen städtisch initiierte Projekte, die viele Jahre stehen und kaum von Vandalismus betroffen sind. Letzteres liegt darin, dass sie zumeist sehr gut versteckt und kaum wahrnehmbar sind.
… ist das schon einen Urlaub wert. Ok, der Urlaub war schon angemeldet und bewilligt. Ein altes Problem fast unmittelbar vorher zu lösen, sorgt dann aber doch für ein gutes Gewissen.
Die Lösung umfasst wenige Zeilen JavaScript-Code:
var elIframe = document.createElement('IFRAME');
elIframe.id = "MeineIFrame";
elIframe.width = '480px';
elIframe.height = '350px';
...
// später, wenn das Element eingehangen wurde:
...
elIframe.contentWindow.document.designMode = "on";
var win = elIframe.contentWindow;
var doc = win.document;
doc.open();
doc.write('');
doc.close();
...
Die Variable elIframe enthält ein IFrame-Element, der mit einem eindeutigen Identifier und einer festen Größe initialisiert wird. Nachdem das Element in den DOM eingefügt wurde, wird der DesignMode aktiviert, um darin schreiben zu können. Beachten Sie, dass der Frame kein Dokument mit dem src-Attribute referenziert. Zum Schluß schreiben wir nichts in den Frame. Das wir nichts in den Frame schreiben, ist aber die Lösung - bzw. sie können auch irgendetwas hineinschreiben, Hauptsache, sie rufen die write()-Methode auf.
Es war mein erster Besuch in der O2 World-Arena und mein erstes Basketball-Spiel überhaupt.
Im Wesentlichen sind mir drei Dinge in Erinnerung geblieben:
Ansonsten:
Alba hat übrigens gewonnen. Nachdem sie in den ersten beiden Vierteln markant zurücklagen, gelang es ihnen im dritten Viertel das Spiel zu drehen. Im letzten, vierten Viertel schien Fenerbahce dann praktisch nicht mehr zu existieren.
Von der aktuellen Rezession sind die großen Social Networks glücklicherweise kaum betroffen. Sie haben schließlich schon vorher kein Geld verdient, weder durch Werbung noch durch Nutzerbeiträge. Sinkende Werbebudgets und enger geschnürte Haushaltskassen sind keine Gefahr für ihr Geschäftsmodell.
Facebook versucht jetzt über eine neue Gruppe an Geld zu kommen: den Anbieter von Facebook-Anwendungen. Den erste Schritt tat Facebook Mitte November, als sie ihr Verifikationsprogramm ins Leben riefen. Für eine jährliche Gebühr US-$ 375 pro Anwendung erhält der Kandidat vor allem einen "Aufmerksamkeitsbonus" - eine präsentere Darstellung der eigenen Anwendung im unübersichtlichen Dschungel verfügbarer Facebook-Anwendung. Das ist bei Tausenden von Anwendungen ein enormer Vorteil.
In einer Web-Oberfläche gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, einen Benutzer auf eine fehlerhafte Eingabe hinzuweisen: Durch farbliche Hervorhebung der Eingabe und durch eine entsprechende Anmerkung am Eingabe-Element.
Für eine typische Login-Registrierung oder eher selten genutzte Formulare ist dieser Weg auch ideal - anders sieht es aber häufig verwendeten Webanwendungen aus. In einem täglich genutzten CMS nerven die ewig gleichen Hinweise schnell. Vor allem, wenn der Anwender schon im Vorfeld weiß, dass seine Eingabe im Moment nicht korrekt ist.
Noch interessanter wird es, wenn es sowohl harte als auch weiche Kriterien für einen Eingabefeld gibt. Die Länge der Überschrift eines Artikels ist ein typisches Beispiel: Das entsprechende Feld in der Datenbank hat eine maximale Länge - es ist das harte Kriterium. Zumeist gibt es aber auch ein redaktionelles oder layout-bedingtes Limit, um umbrochene Überschriften zu vermeiden - ein weiches Kriterium. "Weich" weil davon abgewichen werden kann, wenn die Umstände es erfordern.
In den letzten Jahren stelle ich immer wieder eine fürchterliche Tendenz fest: Ich werde bürgerlich-konservativ. Nicht dieses gartenzwerg-hinterm-zaun-kleinbürger-konservativ, eher ein ruhig-bedächtig-keine-revolution-bitte-konservativ. Nichtsdestotrotz habe ich immer wieder Momente, in denen sich mein größtes Angstszenario aus dem Unterbewusstsein emporsteigt: In zehn Jahren möglicherweise CDU/CSU zu wählen, und es den nachfolgenden Generationen nicht einmal mit Altersdemenz begründen zu können.
Heute früh hatte ich wieder so ein Moment. Ein Flyer für eine Demo. Natürlich Web 2.0-like per MySpace-Bulletin.
In the past few months, thousands of you posted questions in our API forum, many for the very first time in your lives, because you believed that your voice could make a difference. You know that the YouTube API can change, and you've asked if we can change it by adding new features and fixing bugs. Yes we can.PS: "Yes we can" würde auch einen prima Titel für einen Porno abgeben. Hat jemand schon etwas in die Richtung gesichtet?
Normalerweise sind die Nutzer des Golem.de-Forums recht kalkulierbar. Erwähne Google im Artikel und es ist nur eine Sache von Minuten bis der erste Beitrag auftaucht, dass Google ganz evil ist und die Weltherrschaft übernehmen will. Ein anderes Hype-Thema ist aktuell SecuRom. Besprech ein Spiel und auch hier taucht sofort binnen Minuten Tiraden gegen SecuRom - vermutlich würde das sogar im Forum angesprochen, wenn es sich um ein Freeware-Spiel handeln würde. Müsste man direkt mal testen.
Um so überraschter war ich über die Forenbeiträge zum BeoSound 5-Artikel. Dabei bietet doch schon der erste Satz im eigentlichen Text unheimliches Troll-Potenzial:
… Die Bedienung erfolgt über ein großes Aluminiumrad, das direkt neben einem 10,4 Zoll großen Display …Das Konzept ist doch eine unmittelbare Adaption des Ergo-Commanders von BMW. Aber im Forum ist keiner darauf angesprungen, das gibt irgendwie zu denken.
So halb gerade eben ist designenlassen.de an den Start gegangen. Was zuerst klingt nach einem Wortwitz Marke "Lasse Rinström" oder "Lasmiranda Densiwillja", ist eine Vermittlungsplattform für kleine Gestaltungsaufgaben.
Die Sache ist schnell erklärt: Ein Auftraggeber stellt einen Auftrag ein, zum Beispiel möchte er ein neues Logo, schildert seine eigene Gedanken dazu und benennt schließlich einen Festpreis und die Dauer der Ausschreibung. Der Designer findet die Ausschreibung, macht seinen Entwurf, lädt ihn hoch und hofft zu gewinnen. Der Auftraggeber schaut sich nun die eingetroffenen Entwürfe an, wählt einen aus, diskutiert mit dem Gewinner womöglich noch ein paar Details und überweist schließlich den Festpreis auf das Konto des Glücklichen.
Nun ist das Problem an der Sache: Da draußen gibt es mittlerweile so viele selbsternannte Grafikdesigner wie selbsternannte Fußball-Experten zur WM 08. Ihre Qualifikation besteht häufig darin, die illegale Kopie von Photoshop erfolgreich aus dem Netz gezogen zu haben und das Auswahl- vom Pinselwerkzeug unterscheiden zu können.
Andererseits trifft das auch auf so manche lokale Werbeagentur zu, die sich vom diesen Typ nur in sofern unterscheidet, dass sie von Bank Kredite für den Schneidplotter und A3-Drucker bekommen haben.
Eine schöne Anekdote hörte ich heute im Radio: Der Sohn eines Deutschlandradio-Redakteurs schrieb sich in die Newsletter-Liste für Obama-Unterstützer ein, während Obama in Berlin weilte. Am Ende des Wahltages schließlich, kurz bevor Obama zur seiner Siegesrede antrat, erhielt der Sohn eine Email. Die Email lautet sinngemäß "Hallo, hier ist Obama, ich muss gleich meine Rede halten. Aber ich wollte dir vorher noch schnell danken, denn deine Stimme war die Entscheidende".
Es handelte sich um ein Massenmailing, keine Frage. Sie war für den Empfänger etwas witzlos, weil Deutsche bei dieser Wahl nicht abstimmen konnten. Aber über etwas anderes sollte man sich Gedanken machen: Diese Email funktioniert nur mit genauem Timing. Und wann das Timing richtig ist, darüber konnte man nur Mutmaßungen anstellen. Dass der Gewinn der Wahl um 23 Uhr klar sein würde, dafür gab es keine Garantien. Die Zeitdauer, in welcher die Emails verschickt werden konnten, liess sich auch nur in Grenzen steuern - es ist nur bedingt vorstellbar, dass der Beginn der Rede wegen der Emails verzögert werden kann. Letztlich betrug das Zeitfenster ca. 45 Minuten.
Mit diesem Eintrag beginne ich eine kleine Serie über Sehenswürdigkeiten, die man in Chemnitz gesehen haben muss - und wenn Sie nur mal mit dem Auto daran vorbei fahren. Manche Dinge finden Sie unverständlicherweise in keinem Reiseführer oder in den Darstellungen des Fremdenbüros. Andere Dinge stehen zwar darin, lassen aber genau die Informationen vermissen, welche den Kenner vom Touristen unterscheiden.
Ich habe gehadert, ob ich tatsächlich mit IHM anfange. Aber die aktuelle Weltlage lässt es eigentlich nicht anders zu - sie bietet nämlich einen schönen Artikel-Abgang über Chemnitz an sich. Dazu aber eben mehr am Ende.